Erneuter Wettskandal im Fussball
Ermittlungen wegen einem gross angelegten Wettbetrug im Fussball laufen. Erst im November 2005 sorgte ein grosser Wettskandal in Deutschland für Schlagzeilen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft in Bochum erneut wegen einem möglichen Wettskandal. Dieses mal sollen 9 Länder und etwa 100 Personen im Wettbetrug verwickelt sein.
Die Bochumer Staatsanwaltschaft soll laut Medienberichten seit Anfang dieses Jahres mit Ermittlungen zu einem mutmasslichen Wettbetrug im internationalen Fussball begonnen haben. In den neuen Wettskandal sollen laut Medienberichten Spieler, Trainer Schiedsrichter involviert sein. Laut "Tagi.ch" erklärte ein Sprecher es sei am Donnerstag zu grossangelegten Durchsuchungen und zu einigen Verhaftungen gekommen. Die Durchsuchungen sollen sowohl in Deutschland wie auch im Ausland durchgeführt worden sein. Mehr wollte die Staatsanwaltschaft noch nicht bekannt geben und verwies auf eine Pressekonferenz am Freitag. "Spiegel-TV" berichtet, dass es rund 100 Beschuldigte geben soll. Gegen sie wird wegen illegalen Wettmanipulation ermittelt. Es sollen sich unter den Verdächtigten auch Personen befinden, welche bereits 2005 in den Wettskandal um Schiedsrichter Robert Hoyzer involviert waren. Der damalige Spielbetrug hatte die Bundesliga erschüttert. Dieses mal soll die Manipulation noch grösser angelegt worden sein. "Blick.ch" sprach in einem Bericht gar von 200 Verdächtigen. Am Fall sollen gut 300 Ermittler beteiligt sein. Auch die Schweiz, sowie diverse andere Länder in Europa sollen darin verwickelt sein. In neun Ländern soll es zu Manipulationen von Spielen gekommen sein. Betroffen sind die Fussballligen in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Belgien, Kroatien, Bosnien, der Türkei, Slowenien und Ungarn. Einige Zeitungen schreiben sogar, dass es in europäischen Wettbewerben zu Betrugsfällen gekommen sein soll. Selbst die Euro 08 ist ins Visier der Ermittler geraten. Zur Zeit kann nicht vollkommen ausgeschlossen werden, dass an der Europameisterschaft keine Spiele manipuliert wurden. In der Schweiz sollen 22 Spiele der zweithöchsten Spielkategorie manipuliert worden sein. In Deutschland wird in 32 Partien ermittelt. Insgesamt sollen die Ermittlungsarbeiten 200 Partien umfassen wie der "blick.ch" schreibt. In Deutschland sollen unter anderem Spiele von Osnabrück manipuliert worden sein. Dies berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Es soll sich dabei um zwei Meisterschaftspartien in der zweiten Bundesliga handeln. Die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet, dass ein 34-jähriger Mann aus Lohne verdächtigt wird als Drahtzieher agiert zu haben. Er soll Spieler von Vfl Osnabrück dazu gebracht haben für ihn Meisterschaftspartien zu manipulieren. Laut "NOZ" wurde der Mann in der Zwischenzeit verhaftet. Bei einem asiatischen Wettanbieter soll er 150'000 Euro darauf gewettet haben, dass die Gastgeber gegen den VfL mit drei Toren Unterschied gewinnen werden. Der Präsident von Osnabrück zeigt sich schockiert. Er erklärte gegenüber der "NOZ", wenn die ganzen Vorwürfe stimmen könnte dies der Grund für den Abstieg gewesen sein. Im Zuge der Ermittlungen soll auch die Wohnung eines ehemaligen Spieler des VfL Osnabrück durchsucht worden sein. Laut der Zeitung wurden die Ermittlungen nach Hinweisen der Uefa ausglöst. Ein Ermittler erklärte laut "blick.ch" es handle sich um den bislang grössten Wettbetrugsskandal in Europa. Gut möglich, dass noch weitere mögliche Spielmanipulationen aufgedeckt werden.